Kurz gesagt: In der KI-Suche gibt es zwei verschiedene Dinge: zitiert werden und empfohlen werden. Google und Systeme wie ChatGPT oder Perplexity nutzen die Inhalte Ihrer Website oft als Quelle. Das heißt aber nicht, dass am Ende auch Ihr Unternehmen empfohlen wird. Wer von KI empfohlen werden möchte, braucht mehr als gute Texte auf der eigenen Seite. fresch-webdesign aus Korschenbroich begleitet Unternehmen in Mönchengladbach, Neuss, Düsseldorf und am Niederrhein bei genau dieser Aufgabe.
Ein Beispiel: Sie führen einen Malerbetrieb und haben einen ausführlichen Ratgeber auf Ihrer Website, etwa „Welche Wandfarbe eignet sich für feuchte Räume?". Ein Kunde stellt genau diese Frage bei Google. Die KI-Antwort oben auf der Seite fasst Ihren Ratgeber zusammen und nennt Ihre Website als Quelle. Im selben Absatz empfiehlt die KI dann einen anderen Betrieb aus der Region. Ihr Wissen liefert die Antwort, der Auftrag geht trotzdem woanders hin.
Was bedeutet „zitiert werden", was bedeutet „empfohlen werden"?
Zitiert werden heißt: Eine Suchmaschine oder ein KI-System nutzt Ihre Inhalte, um eine Antwort zu formulieren, und nennt Ihre Seite als Quelle. Empfohlen werden heißt: Das System nennt Ihr Unternehmen aktiv als passende Lösung. Das sind zwei getrennte Entscheidungen.
Für Sie ist der Unterschied entscheidend. Eine Quellenangabe bringt oft wenig, weil viele Nutzer gar nicht mehr auf die Quelle klicken. Die Empfehlung dagegen führt zur Anfrage. In der KI-Suche ist nicht mehr die reine Sichtbarkeit die wichtigste Währung, sondern die Empfehlung.
Warum nutzt Google Ihre Inhalte, ohne Sie zu empfehlen?
Weil die KI zwei Fragen getrennt beantwortet. Die erste Frage lautet: Welcher Text erklärt das Thema gut? Die zweite Frage lautet: Welchem Unternehmen ist hier zu trauen? Für die erste Frage reicht ein guter Text auf Ihrer Seite. Für die zweite Frage schaut die KI vor allem darauf, was andere über Sie sagen.
Eine Analyse der SEO-Expertin Lily Ray, im Juni 2026 über Search Engine Land veröffentlicht, zeigt das deutlich. Sie untersuchte 100 Suchanfragen nach Business-Software. In den Fällen, in denen ein Anbieter eine eigene „Beste-Anbieter"-Liste veröffentlicht und sich selbst an die Spitze gesetzt hatte, zitierte Google diese Seite zwar, empfahl das Unternehmen selbst aber in rund 69 Prozent der Fälle nicht. Empfohlen wurden stattdessen die Wettbewerber, die in der Liste genannt waren.
Zur Einordnung: Diese Zahl stammt aus einem speziellen Fall, nämlich selbst erstellten Ranglisten im Software-Bereich. Sie lässt sich nicht eins zu eins auf jede Branche übertragen. Das Muster dahinter ist aber das Entscheidende. Eine Quellenangabe ist kein Vertrauensbeweis. Empfohlen wird, wem auch außerhalb der eigenen Website vertraut wird.
Dass KI-Antworten ihre Quellen nach eigener Logik auswählen, zeigt auch eine wissenschaftliche Untersuchung von mehr als 55.000 Suchanfragen. Knapp 30 Prozent der in den KI-Antworten zitierten Websites tauchten in den klassischen Ergebnissen derselben Suche gar nicht auf. Wer vorne in der Trefferliste steht, ist also nicht automatisch die Quelle der KI, und umgekehrt.
Wie oft klicken Menschen überhaupt noch auf ein Suchergebnis?
Seltener als früher, sobald oben eine KI-Antwort steht. Das US-Forschungsinstitut Pew Research Center hat 2025 das Verhalten von rund 900 Personen ausgewertet. Erschien eine KI-Zusammenfassung, klickten die Nutzer nur noch in 8 Prozent der Fälle auf ein normales Suchergebnis. Ohne KI-Zusammenfassung waren es 15 Prozent, fast doppelt so viel. Auf die Quellenlinks innerhalb der KI-Antwort klickte nur etwa 1 Prozent.
Google hält diese Studie methodisch für angreifbar und verweist darauf, dass KI-Antworten Menschen auch zu neuen Seiten führen können. Die Richtung bleibt trotzdem klar: Ein Teil der Antworten endet direkt in der Suche. Wenn ohnehin weniger geklickt wird, wird es umso wichtiger, in der Antwort selbst empfohlen zu werden.
Heißt das, gute Inhalte bringen nichts mehr?
Nein, das Gegenteil ist der Fall. Ohne gute Inhalte taucht Ihr Unternehmen in KI-Antworten gar nicht erst auf. Gute Inhalte sind die Grundlage, auf der eine KI Ihr Thema überhaupt versteht. Google selbst schreibt in seiner offiziellen Anleitung für Websitebetreiber, dass die bekannten Regeln für gute Inhalte auch für die KI-Funktionen gelten: hilfreiche, klare und ehrliche Texte, die für Menschen geschrieben sind.
Was sich ändert, ist der Anspruch. Reine Werbetexte und Behauptungen über die eigene Stärke reichen nicht mehr. Inhalte müssen eine Frage klar beantworten, sachlich belegt sein und erkennbar zu Ihrem Unternehmen gehören. Wie Sie Ihre Inhalte für die KI-Suche aufbereiten, zeigen wir im Beitrag KI-Suche optimieren: Warum Google plötzlich anders denkt.
Was Unternehmen jetzt tun können, um von KI empfohlen zu werden
Den Hebel finden Sie weniger in mehr Text und mehr in mehr Vertrauen. Empfohlen wird, wessen Qualität auch von außen bestätigt wird. Diese Punkte helfen dabei:
- Leistungen klar und ehrlich beschreiben. Sagen Sie konkret, was Sie tun, für wen und wo. Verzichten Sie auf leere Superlative.
- Häufige Kundenfragen direkt beantworten. Eine klare Frage mit einer klaren Antwort lässt sich leichter zitieren als ein langer Werbetext.
- Bewertungen und Erwähnungen aufbauen. Echte Kundenbewertungen und Nennungen auf anderen Seiten zählen für die Empfehlung mehr als jedes Eigenlob.
- Im Google Unternehmensprofil präsent sein. Ein gepflegtes Google Unternehmensprofil ist eines der wichtigsten Vertrauenssignale bei lokalen Anfragen.
- In passenden Verzeichnissen auftauchen. Einträge in seriösen Branchenverzeichnissen bestätigen Ihren Standort und Ihre Leistung.
- Auf strukturierte Daten setzen. Maschinenlesbare Angaben zu Name, Standort und Leistung helfen KI-Systemen, Ihr Unternehmen eindeutig zuzuordnen.
Wie das gezielt für KI-Systeme zusammenspielt, fassen wir auf unserer Seite zur KI-Sichtbarkeit zusammen.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen zitiert und empfohlen werden?
Zitiert werden heißt, dass eine Suchmaschine oder ein KI-System Ihre Inhalte als Quelle für eine Antwort nutzt und Ihre Seite nennt. Empfohlen werden heißt, dass das System Ihr Unternehmen aktiv als passende Lösung vorschlägt. Beides sind getrennte Entscheidungen. Eine Quellenangabe führt also nicht automatisch dazu, dass Ihr Unternehmen weiterempfohlen wird.
Warum nutzt Google meine Inhalte, empfiehlt aber einen Wettbewerber?
Weil Google zwei Dinge getrennt bewertet: welcher Text ein Thema gut erklärt und welchem Unternehmen zu trauen ist. Für die Empfehlung zählt vor allem, was andere über Sie sagen, etwa Bewertungen, Erwähnungen und Verweise auf anderen Seiten. Steht diese Bestätigung von außen, empfiehlt Google eher das Unternehmen, dem die KI vertraut, auch wenn ein anderer Text die Antwort geliefert hat.
Bedeutet eine Erwähnung in einer KI-Antwort, dass mein Unternehmen empfohlen wird?
Nein. Eine Erwähnung als Quelle ist noch keine Empfehlung. Ihre Website kann genannt werden, während die KI im selben Text ein anderes Unternehmen vorschlägt. Für Ihr Geschäft zählt die Empfehlung, denn sie führt eher zu einer Anfrage. Eine reine Quellenangabe bringt oft wenig, weil viele Nutzer gar nicht mehr klicken.
Spielt dieser Effekt auch für kleine, lokale Unternehmen eine Rolle?
Ja. Sobald jemand nach dem besten Anbieter für eine Leistung in einer Stadt fragt, entscheidet die KI, welches Unternehmen sie empfiehlt. Für lokale Betriebe in Korschenbroich, Mönchengladbach, Neuss und am Niederrhein zählt dann vor allem die Bestätigung von außen: Bewertungen, ein gepflegtes Google Unternehmensprofil und Einträge in seriösen Verzeichnissen.
Sollte ich mein Unternehmen auf der eigenen Website als Nummer eins bezeichnen?
Davon ist abzuraten. Untersuchungen zur KI-Suche zeigen, dass selbst erstellte Ranglisten, in denen sich ein Unternehmen an die Spitze setzt, häufig nach hinten losgehen. Die KI nutzt die Seite zwar als Quelle, empfiehlt aber die dort genannten Wettbewerber. Überzeugender sind sachliche Inhalte und echte Belege statt Eigenlob.
Was kann ich tun, damit KI-Systeme mein Unternehmen empfehlen?
Setzen Sie auf Vertrauen statt auf Eigenwerbung. Beschreiben Sie Ihre Leistungen klar, beantworten Sie häufige Kundenfragen direkt und bauen Sie echte Bewertungen auf. Pflegen Sie Ihr Google Unternehmensprofil und sorgen Sie für Einträge in passenden Verzeichnissen. Strukturierte Daten helfen KI-Systemen zusätzlich, Ihr Unternehmen eindeutig zuzuordnen.
Fazit: SEO wird nicht unwichtiger, sondern anspruchsvoller
In der klassischen Suche ging es darum, weit oben zu stehen. In der KI-Suche kommt eine zweite Stufe dazu: Ihr Unternehmen muss nicht nur als Quelle auftauchen, sondern als passende Lösung verstanden und empfohlen werden. Gute Inhalte bleiben die Grundlage. Den Ausschlag gibt, ob auch andere Ihre Qualität bestätigen.
Sie möchten wissen, ob Google und KI-Systeme Ihr Unternehmen richtig verstehen und empfehlen? fresch-webdesign prüft Ihre Inhalte, Ihre lokale Sichtbarkeit und Ihre Chancen in der KI-Suche. Sprechen Sie uns an.
Quellen
- Search Engine Land (2026): Analyse von Lily Ray zu Google AI Overviews, die eigene Bestenlisten zitieren, aber Wettbewerber empfehlen
- Pew Research Center (2025): Klickverhalten bei Google-Suchergebnissen mit KI-Zusammenfassung
- Google Search Central: KI-Funktionen und Ihre Website
- Google Search Central: Anleitung zur Optimierung für generative KI-Funktionen
- Wissenschaftliche Untersuchung: Measuring Google AI Overviews (2026)
Über den Autor
Sven Frank ist Webdesigner, SEO- und GEO-Experte sowie von der IHK zertifizierter KI-Manager bei fresch-webdesign in Korschenbroich (Rhein-Kreis Neuss). Er unterstützt Unternehmen in Mönchengladbach, Neuss, Düsseldorf und am Niederrhein dabei, in Google und in KI-Suchsystemen wie ChatGPT und Perplexity sichtbar und empfehlbar zu werden.
Werden Sie von der KI empfohlen oder nur zitiert?
Wir prüfen, ob Google und KI-Systeme wie ChatGPT Ihr Unternehmen richtig verstehen und als passende Lösung empfehlen, und zeigen Ihnen, wo Sie heute stehen.
Wenn Sie wissen möchten, wie sichtbar Sie in der KI-Suche sind, sind wir für Sie da.

